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Sprache 

 

 

Sprache

So, wie das Wasser in einer Klangschale zum Brodeln anfängt, reagiert
auch die Flüssigkeit in unseren Zellen auf Schwingung und Klang.

Aber trifft das auch auf die Sprache zu? Machen sie einen Test.

Schalten Sie Radio oder Fernseher ein und lauschen Sie den Sprecherinnen und Sprechern. Ich habe folgendes festgestellt:

Da gibt es welche, denen könnte ich an die Gurgel fahren, weil ihre Stimme überkippt, weil sie überzeichnet und künstlich sprechen.

Und dann gibt es welche, bei denen könnte ich mich in die Stimme hineinlegen, weil sie so angenehm guttural, so samtig, so einschmeichelnd ist.

Selbstverständlich gibt jeder Mensch seine eigenen Schwingungen mit Hilfe der Stimme nach außen. Der Klang der Stimme und vor allem der Ausdruck darin sind oft entscheidend.

 

Machen Sie ein Experiment. Beugen Sie sich über einen Säugling im Wagen und sagen Sie mit lauter, aggressiver Stimme: „Du bist ein richtiger kleiner Goldschatz!“ - das Kind wird sofort anfangen, zu weinen.

Sagen Sie dagegen mit warmer, weicher, liebevoller Stimme: „Was bist Du nur für ein scheußlicher Kotzbrocken!“, wird das Kind Sie anlächeln.

Viel schöner und wirkungsvoller ist es, das Experiment zu beenden und mit liebevoller Stimme zu sagen: „Du bist ein wunderbares Geschöpf und ich habe Dich sehr lieb!“

Bei Erwachsenen spielt nicht nur der Klang, sondern auch der Inhalt der Worte eine Rolle. Denn alles, was uns erreicht und in uns dringt – gerade Schwingungen aller Art – verändert unser Zellwasser und verankert sich im Unterbewusstsein.

Wenn wir bedenken, dass alles, was wir sagen auch ganz tief im anderen Menschen ankommt, können wir im Grunde nichts anderes tun, als so zu sprechen, wie wir selbst es erfahren möchten.

Wenn wir uns vor Augen führen, dass jeder andere Mensch unser Spiegel ist, bleibt uns nichts anderes, als Höflichkeit, Freundlichkeit, Ehrlichkeit und ganz viel Sonne in unsere Sprache zu legen.

Dann sind wir für andere und für uns selbst ein lebendiger Sonnenstrahl.